Besuch bei Emma in Loburg

Am 03.09.2016 hatte der Storchenhof Loburg zur Auswilderung einiger Jungstörche eingeladen.
Diesen Termin nutzten wir um unsere Emma in Loburg zu besuchen.
Auch einige unserer Zuschauer und Spender nutzten diese Gelegenheit.
Als wir ankamen trafen wir schon auf dem Parkplatz Fam. Nake aus Halle, welche ja den Namen
"Emma" bei der Beringung in Otterwisch gegeben hatte.
Sie hatten bereits eine Patenschaft für Emma übernommen.
Unmittelbar dannach kam Frau Dietze aus Kitzscher und auch sie hatten eine Patenschaft übernommen.
Wir haben uns sehr darüber gefreut, und sind gleich in den Storchenhof gegangen.
Wir wurden sehr herzlich von Dr. Michael Kaatz empfangen und er zeigte uns Emma und Fridolin der sich in der gleichen Voliere befand.

DSCN9528

Im Anschluß haben auch wir eine Patenschaft für Emma übernommen, welche auch mit einer Urkunde dokumentiert wird.
Hier sind alle drei Paten vom 03.09 zusammen.
1060900

Emma schaut immer freundlich in die Welt und hat sich gut entwickelt. Als nächstes wird sie eine Prothese erhalten, und damit ist sie
in der Lage normal zu laufen. Das hilft Ihr zu einem fast normalen Leben. Sie wird wohl einmal in einem Tierpark oder Zoo ihre
entgültige Storchenheimat finden und hoffentlich ein schönes langes Leben führen.
1060875
 1060876


 Bei Emma und ihrem freundlichen Blick und man könnte denken,
 sie weiß  das sie großes Glück hatte, und die Menschen es
 gut mit ihr meinen.  Hier in Loburg ist sie in den besten Händen.
 Mit ihrer neuen Prothese  wird sie noch mehr Lebensqualität
 zurück bekommen.
 1060878

 1060882

 

 1060907

Die Ringnummer AH18 an den neuen Ringen ist nur schwer ist zu erkennen.

Nach vielen Gesprächen mit Storchenfreunden und Bekannten ging es gegen 15:00 los mit dem Fertigmachen der Störche.
Vorher wurden schon alle Sachen zum verpacken der Störche für den Transport bereit gelegt.
 1060889

Danach wurden sie einzeln aus dem Gehege geholt, beringt, verpackt und gewogen.
Klar hatte auch jeder einen Paten und bekam einen Namen.
Der erste Name wurde durch die anwesende Ministerin für Landwirtschaft Sachsen Anhalts, Frau Prof. Dr. Claudia Dalbert vergeben.
 1060919

 1060921

Alles fotografiert, und lauscht den Worten von Dr. Christoph Kaatz, der wie immer alles schön erklärt hat.

 1060925

Auch dokumentiert er alle Daten, wie Name, Gewicht und Ringnummer.

  1060928

 1060929

Nun gings raus aus Loburg, und auf einer Wiese am Flüsschen Ehle wurden die Kandidaten ausgewildert.

 1060933

Dr. Michael Kaatz gibt letzte Anweissungen und auf sein Komando wird die Verpackung geöffnet.

 1060937

Während einige sofort loslaufen, nehmen sich andere Zeit. Der Storch der Frau Ministerin hat auch keine Eile.

 1060940

Nun sind alle frei aber keiner fliegt weg, sie laufen in aller Ruhe über die Wiese.

 1060944

Die Zeitungsfotografen liegen flach für gute Bilder, man hat den Eindruck den Störchen gefällt es.

 1060959

Erste Flugversuche aber noch kein Abflug, Michael wird später nachscheuen ob alle abfliegen.

 1060965

Frau Minister hält noch eine schöne Rede und lobt den Storchenhof als vorbildliche Institution.

 1060975

  1060978

 Und zum Schluß fliegen noch Tauben des Storchenhofes in den Himmel.

Ein sehr schönes Erlebnis, vielen Dank an Fam. Kaatz, dem Storchenhof  und allen die sich dafür engagieren.

Bilder: Bernd Holfter, Klaus Döge
Text:   Klaus Döge


Am 05.10.2016 besuchte Herr Thürmer aus Dresden Emma in Loburg, er rief mich an
und erzählte mir von Emma, anschließend schickte er mir folgende Zeilen und Bilder.

Vielen Dank für diese Infos, es wird alle Emma Interessierten freuen.

Klaus Döge

 

Hallo Storchenfreunde,

habe am 05.10.2016 auf meiner Reise an die Ostsee in Loburg angehalten und Emma besucht.

Sie wohnt in einer Vogelvoliere zusammen mit Friedolin (ebenfalls mit nur einem kompletten Bein).

Freundlicherweise gaben mir Dr. Michael Kaatz Auskunft über Emma.

Auf den Bilder ist Emma mit ihrer Prothese zu sehen. Die Prothese besteht aus 2 Teilen > eine Art Gummistrumpf und der eigentlichen Prothese aus Glasfaser.

Die Prothese muss regelmäßig abgenommen werden um die Region zu reinigen. Dies steht einer Auswilderung im Wege.

Ansonsten machte Emma einen guten Eindruck.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Thürmer

Dresden

1 a 2 a

3 a 4 a

Nun ist Emma auf der Loburger Homepage auch als Patenstorch eingetragen.
Wer also möchte kann gern eine Patenschaft übernehmen, uns und
Emma würde es sehr freuen.
Hier der Link zur Loburger Seite der Patentiere.

Klaus Döge

 

Verletzter Storch

Verletzer Jungstorch seit 03.08.16

03.08.2016 - 06:15 Ein Jungstrorch kam verletzt an und konnte nicht landen, sein linkes Bein ist
                                   gebrochen. Bei dem Versuch aufzustehen viel er aus dem Nest, und ist dabei
                                   weggeflogen. Die Fangaktion auf einem Stoppelfeld gelang leider auch nicht.
                                   Er ist sofort weiter geflogen, auch der zweite Versuch klappte nicht, er ließ mich
                                   nicht mal auf 20m an sich heran. Wir werden sehen was wir Morgen tun können.  -> VideoStorch Landungs Problem

04.08.2016 - 10:00 zwei Versuche den Storch zu fangen schlugen fehl. Er war noch so fit,
                               dass er sofort vom Nest abflog. Nach 2 stündiger Suche ohne Erfolg,
                               müssen wir nun abwarten. Schade :-(

05.08.2016 - xx:xx Auch der Rettungsversuch mit der Grimmaer Feuerwehr klappte nicht,
                                der Storch landetet anschließend auf einem Dach in der Nähe.
Rettung2


Am 05.08 flog er mehrere Runden mit seinen Geschwistern übers Dorf und landete später wieder im Nest.
Wir werden jetzt abwarten wie sich die Situation entwickelt und zum gegeben Zeitpunkt in Aktion treten.
Vielen Dank für die vielen E-Mails, seien Sie versichert wir tun was wir können um den Storch noch zu retten.
Hier kann man gut sehen wie schnell er doch noch hoch kommt. Es sieht aus als wird er zum fressen abgeholt -> Video
Bein gebrochen1 Rettung1Rettung2 Bein gebrochen 1060482  1060509
Am 07.08.16 nach 5 Tagen ist der Storch noch so mobil, dass wir ihn nicht fangen können. Aber das Bein sieht schlimm aus.
 1060516  1060536

07.08.2016 - xx:xx Heute war ständig allein auf der Kuhweide Richtung Großbuch.
                             Es gabr keine Möglichkeit ihn zu fangen. Aber Wasser hat er wenigstens.
 1060536


Einfangen ist nur mit einem abschießbaren Netz möglich, aber auch in Loburg haben sie selbst keines. Das gibt es zwar im Internet,
aber bei einem Preis von knapp 1000,-€ übersteigt das bei weitem unsere kleine Storchenkasse.Vielleicht finden sich ja Sponsoren ?
Für den Storch könnte das die Rettung sein. Denn geholfen muß ihm werden sonst überlebt er die nächsten Monate kaum.

Am 08.08.16 Abends 21:00, offensichtlich gibts hier auch was zu fressen.      09.08.16 um 07:00 er putzt sich, das ist ein gutes Zeichen.

 1060582  1060596

Erste Spenden sind schon eingegangen, vielen vielen Dank dafür. Das Netz ist bereits bestellt.

Ab heute 09.08.2016 Abend werden wir versuchen den Storch mit Antibiotika zu versorgen damit er bessere Heilungschancen erhält.
Diese werden wir in Eintagsküken injizieren, damit erhält er auch gleich eine Stärkung durch die zusätzliche Nahrung..
Die Fangaktion ist aber trotzdem erforderlich, da er ohne medizinische Versorgung wahrscheinlich nicht überleben wird.

Infos über die bisherigen Aktionen könnt Ihr auch hier nachlesen:

http://www.lvz.de/Region/Grimma/Erste-Kueken-sind-verschwunden-Fangnetz-ist-auf-dem-Weg-nach-Otterwisch
                                  

10.08.16  06:39Uhr die präparierten Küken liegen noch da.
Der Storch landet aber auf einer anderen Wiese 300m von der Kuhweide weg.
Beim Abflug heute früh sieht man, er hat gut gelernt auch mit einem Bein zu agieren. -> Video

 1060602  1060608
10.08.16  12:00Uhr links auf der o.g. Wiese, rechts wieder auf der Kuhkoppel.
                    Abends 18:23Uhr  wieder Landung auf dem Nest -> Video

 1060609  1060618
Abends 18:23Uhr  wieder Landung auf dem Nest -> Video

11.08.2016 05:43 früh fliegt er wieder auf die Weide siehe -> Video

 1060645   Er steht relativ apathisch da und stört sich an nichts.
 Ich werfe ihm noch zwei Küken hin, aber da fliegt er
 aufs Nachbarfeld und fängt an sich zu putzen.
 Im Hintergrund sieht man die Weide, dazwischen ist eine Straße.
  1060653

 1060648  1060659

Am Nachmittag fahre ich raus um zu schauen, die Küken liegen noch da und der Storch steht am anderen Ende der Koppel.
Offensichtlich gehts ihm gut, hier ein paar Fotos und ein kurzes Video -> Video

 1060681  1060682
 1060692  1060693
 1060698  1060704

--- Ende gut, alles gut ---

13.08.2016 - 08:30 wir erhalten einen Anruf aus dem Dorf, dass der Storch in einem Garten bei den Gänsen sitzt.
                       10:00 Uwe Seidel kommt und wir fahren beide zu dem Anrufer und schauen uns die Sache an.

1 2

Wir sondieren die Lage und überlegen wie wir zum Schuß kommen könnten. Anschließend fahren wir zu mir und wollen
erst mal das neue Fangnetz testen, denn so einfach ist es nicht wie ich noch erfahren muss.

Erster Schuß, etwas ernüchternd aber der in der Zwischenzeit angekommene Spezialist vom Storchenhof Loburg
Dr. Michael Kaatz, gibt uns Hinweise zur optimalen Benutzung. Wir hatten das kleine Netz, besser ist das Größere.
Auch Bernd Holfter (links) ist zu uns gestoßen. In der Zwischenzeit erfahren wir das der Storch weggeflogen ist  :-((
Wir suchen bis gegen 13:30, es ist sehr warm, dann erst mal eine Stärkung mit Kaffe, Brötchen und Kuchen.
Nun weiter suchen, auch Bürgermeister Matthias Kauerauf ist im Team. Nach 30min erste Meldung, Sichtung am Teich
bei der Kirche, sofort hin. Aber leider ist er schon wieder weg ??? Weitersuchen an allen bekannten Stellen.
Auch Roland Graul und meine Frau sind mit dem Fahrad unterwegs. 14:00 Storch landet wieder am Teich,
ich bin gerade dort, er steht zwischen Kirche und Teich auf der Straße. Ehe wieder Autos kommen will ich schnell
das Fangnetz abschießen und schleiche in den Kirchhof. Ein kurzer Blick über die Mauer, da ist er.
Sofort versucht er abzufliegen, ich ziele auf den Storch aber in der Aufregung drücke ich eine Sekunde zu früh ab, weg ist er.

3 4

13.08.2016 - 15:30 letzter Versuch, und tatsächlich Uwe und Michael finden den Storch im Schloßhof. Was nun ?
                                Nach einem kurzen Gespräch mit dem Besitzer können die Beiden rein. Michael schleicht sich
                                von links hinter leichter Deckung an das Tier heran und Uwe sagt was der Storch macht.
                                Dann ein kurzer Knall und der Storch ist im Netz.

5 7

Nun wird er von Michael fachgerecht eingepackt damit ihm nichts passieren kann. Es stellt sich heraus, dass es der Jüngste war
und bei der Beringung die Nummer AH18 bekommen hat. Fam. Nake aus Halle hatte ihm damals den Namen "Emma" gegeben.

8 9

Der Storch wird in einen gepolsterten Karton verbracht, Michael, ich und Matthias sind glücklich das die Odyssee zu Ende ist.

10 11

Michael spricht mit der Tierklinik Magdeburg, nachdem Uwe rechts, in der Tierklinik Leipzig nicht viel erreicht hatte.
Offensichtlich ist diese am Wochenende nur spartanisch besetzt. Wahrscheinlich ist es auch besser, da die
Tierklinik Magdeburg oft für den Storchenhof Loburg Störche behandelt und dadurch viel Erfahrung hat.
Außerdem wird "Emma" ja ohnehin anschließend im Storchenhof leben. Dafür werden auch Paten gesucht,
denn der Storchenhof ist auf Spenden angewiesen. Hier etwas Wasser für "Emma", unsere Küken wollte sie nicht.

12 13

16:15 Umladen in Michaels Auto und und ab gehts auf die lange Fahrt nach Magdeburg. Vielen Dank Michael.

14 15
Bilder Uwe Seidel und Klaus Döge

Ich möchte mich an dieser Stelle sehr herzlich bei allen die an der 11 tägigen Aktion beteiligt waren bedanken.
Nicht nur bei den hier genannten, auch bei der Grimmaer Feuerwehr, den Grimmaer Bürgermeister Matthias Berger,
Frau Sinkwitz aus Großbuch, Fam. Leuschel aus Otterwisch, Volker Rein aus Otterwisch sowie bei denen die uns
die Daumen gedrückt haben. Aber auch den vielen Spendern, die uns unterstützt haben einen ganz herzlichen Dank.
Die übrigen Spenden werden bei weiteren Projekten den Störchen zugute kommen.

21:00 Info von Michael Kaatz über Uwe Seidel, das Bein von Emma musste amputiert werden, aber vielleicht kann
eine Prothese helfen. Aber auch so kann sie ein gutes Leben führen. Wir bleiben dran und berichten hier.

Hier auch ein Bericht auf der Homepage vom Storchenhof Loburg.

http://www.storchenhof-loburg.de/neues-vom-hof-news-details/die-geschichte-von-jungstorch-emma-aus-otterwisch.html

17.08.2016
Viele Menschen von nah und fern haben mitgefiebert und uns unterstützt, entweder tatkräftig oder mit Spenden.
Nun ist unser Störchlein in Magdeburg bei Tierarzt Dr. Niels Mensing und wird dort gesund geflegt.
Anschließend soll er auf dem Storchenhof Loburg gebracht werden und bis zu einer eventuellen Auswilderung
im nächsten Jahr weiter versorgt werden. Wenn sich "Emma" gut erholt hat und sie in Loburg ist,
so soll geprüft werden inwieweit ihr mit einer Prothese aus Carbon weiter geholfen werden kann.

In der LVZ stand am Montag im Komentar die unsinnige Aussage von "einem staatsfinanzierten Verwöhn-Winter in Loburg".
Das ist völliger Blödsinn, offensicht lich hat sich dieser Redakteur nicht die Mühe gemacht etwas zu recherchieren.
Der Storchenhof Loburg ist ein gemeinnütziger Verein, der sich den Storchenschutz sowie den Schutz anderer Vögel
auf die Fahne geschrieben hat. Auch wenn der Verein vom Land Sachsen-Anhalt unterstützt wird,
so reichen die Mittel bei weitem nicht aus den Storchenhof zu finanzieren.
Mit Mitgliedsbeiträgen und Spenden hält sich der Verein über Wasser, das ist dem Redakteur offensichtlich nicht bekannt.

Wir haben ihn aufgefordert, in einem nächsten Bericht diese Aussage zu revidieren, mal sehen ob da etwas geschiet.

Wenn "Emma" in Loburg ist werde ich sie besuchen und eine Patenschaft übernehmen, das hilft dem Storchenhof
die Kosten zu minimieren. Vielleicht kann ja der Eine oder Andere hinzukommen.
Ich werde den Termin hier veröffentlichen. Aber es wird wohl noch etwas dauern.

18.08.2016 Heute erhielt ich aus Loburg eine E-Mail, mit der Meldung: "Emma geht es gut, sie frisst nun selbständig".
Das freud uns sehr und alle anderen Mitstreiter bestimmt auch. Dazu das Foto auf dem man gut das verletzte Bein sieht.

"Emma bei Tierarzt Dr. Mensing in Magdeburg" auf dem Bild eine Mitarbeiterin vom Storchenhof Loburg.

IMG 0615

Foto: Storchenhof Loburg

Weitere und neue Infos findet Ihr auch auf der Homepage von Loburg:

http://www.storchenhof-loburg.de/neues-vom-hof-news-details/die-geschichte-von-jungstorch-emma-aus-otterwisch.html

29.08.16 Meldung aus Loburg:

Emma geht es gut. Sie ist nun auf dem Storchenhof
angekommen und lebt mit Friedolin (ebenfalls fußlos)
in einer Voliere. Sie trägt eine provisorische Prothese.
Morgen wird voraussichtlich ein Abdruck ihres Stumpfes
genommen, so dass sie bald eine dauerhafte
Prothese bekommt.
Das TOC Sanitätshaus in Magdeburg konstruiert diese.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Am 03.09. findet um 15 Uhr eine Auswilderung statt.
Vielleicht können Sie Ihren Besuch mit diesem
Ereignis kombinieren.

 

Klar werde ich am 03.09.16 nach Loburg fahren,
vielleicht hat ja noch jemand Lust mit nach
Loburg zu kommen, ich würde mich freuen.

 

 

Klaus

 Emma fuer Doege


 

 

Archiv Weißstorch

Weißstorch   (Ciconia ciconia - streng geschützte Art !)

Archiv über 45 Jahre Weißstorch in Otterwisch

Das Storchennest Otterwisch hat eine lange über 45 jährige Tradition. Die ersten vorliegenden Beobachtungen sind aus dem Jahre 1968. Die erste beweisbare Brut fand im Jahr 1969 statt,  als Beweis existieren Bilder von der 700 Jahrfeier,  wo Störche brütend  im Nest zu sehen sind.
Die nachfolgenden Informationen hat uns Frau Elida Buchholz zur Verfügung gestellt, sie hat sich in den letzten Jahren ausgiebig mit unserer Storchenpopulation beschäftigt.
Ihr ist es auch hauptsächlich zu verdanken, dass die Dokumentation über den ganzen Zeitraum aufrecht erhalten wurde.

Chronik_Otterwisch_1969-2009  --  Chronik_Otterwisch_2010-14  --  Statistik_Otterwisch

 

Beringung 2015

Am 24.06.2015 wurden unsere 2 Jungstörche beringt. Die Mitarbeiter der Gemeinde hatte schon am Nachmittag den Hubsteiger
der Fa. Lehmann postiert, so das um 18:00 sofort gestartet werden konnte.

Auch in diesem Jahr hatten sich viele Interessierte eingefunden und sie wurden nicht enttäuscht. Sie erfuhren wieder interessante
Neuigkeiten über die Störche und deren Beringung.

Kurz vor 18:00 begann die Aktion, Bürgermeister Matthias Kauerauf brachte den Beringer Steffen Müller zum Nest.
Der Altstorch ahnte noch nichts und saß wie gewohnt auf seinen Nest und passte auf seine Jungen auf.
Erst im letzen Moment verschwand er und kreiste noch einige Runden.

 

Schnell wurden die Jungen entnommen und nach unten zur Beringung gebracht.

 

Mittlerweile hatten sich über 50 Besucher eingefunden und warteten erwartungsvoll auf die Störche. Staunen und glänzende Augen bei den Kindern.

 

Steffen Müller erklärt Ablauf und Sinn der Beringung und antwortet auf die vielen Fragen. Einmal streicheln, für die Kinder ein tolles Erlebnis.

 

Dicht umringt lauschen alle den Ausführungen und der Beschreibung über Aufbau und Beschriftung der Ringe.

 

Das Gefieder ist schon fast vollständig entwickelt, Regen sollte den Jungen nun nichts mehr anhaben. In 2-3 Wochen wird es wohl den ersten Flugversuch geben.

 

Die Ringnummern sind HS0016 und HS0017, das ist sozusagen der Ausweis. Nun können die Störche überall auf der Welt erkannt werden.
Die Buchstaben DEH stehen für DEutschland Vogelwarte Hiddensee.

 

Letzte Infos und Fragen, danach geht es wieder zurück ins Nest, denn nun gibts es bald Abendbrot für die Storchenkinder. 

 

Rückehr vom Nest, nun noch der Abbau der Technik und die erfolgreiche Beringung 2015 ist Geschichte.

  Tschüß bis nächstes Jahr.

Storchennest Otterwisch

Weißstorch (Ciconia ciconia - streng geschützte Art !)

Die Störche brüten in Otterwisch nun fast 50 Jahre.

Die ersten uns vorliegenden Aufzeichnungen sind von 1969, seit dem hat Elida Buchholz den Werdegang unseres Storchennestes
lückenlos schriftlich dokumentiert. Leider ist sie 2014 verstorben, wir verlieren mit ihr einen Zeitzeugen und einen lieben
Menschen der sich sein ganzes Leben für den Erhalt der Natur eingesetzt hat. Die Entstehung dieser Seite ist auch ihr
Verdienst und in ihrem Sinn werden wir die Störche auch weiterhin begleiten.

Seit dem Jahr 2010 wird das Leben auf dem Storchennest nun zusätzlich per Live Kamera dokumentiert. Daurch können
Sie interessante Einblicke ins Storchenleben erhalten, einmal mit dem Livebild sowie über die vielen Videos.

Der Weißstorch ist ein typischer Bewohner unserer Kulturlandschaft. Sein Brutbestand ist allerdings in jüngster Zeit
sachsenweit zurückgegangen.
In allen deutschen Bundesländern steht der Weißstorch auf der "Roten Liste"
der gefährdeten Arten.
Sachsen hat als einer der Verbreitungsschwerpunkte in Deutschland jedoch eine besondere
Verantwortung für diese Art.
Deshalb hat der Sächsiche Landtag das Artenschutzprogramm Weißstorch 2008 wiederbelebt.
Damit der Storch gute Bruterfolge erzielen kann, benötigt er wenige, aber qualitativ hochwertige Nahrungshabitate.

Der Weißstorch braucht unsere Unterstützung !

Otterwisch
Foto: Thorsten Beuster

Er ist etwa 80-100cm  hoch und hat eine Flügelspannweite von 200-220cm. Sein Federkleid ist rein weiß,
nur die Schwungfedern sind schwarz. Der Schnabel und die Beine sind rötlich, sein Gewicht  beträgt 2,5-4,5kg.
Er liebt feuchte Niederungen, seine Nahrung besteht aus Amphibien, Mäusen, Regenwürmern, Insekten uvm.
Die Brutzeit geht von April bis Juli, Weibchen und Männchen erbrüten in ca.: 33 Tagen 3-5 Junge, die Nestlingszeit dauert
55-60 Tage.
Sein bis zu 2m breites, und bis zu 4m hohes und etwa 2t schweres Nest aus Ästen, Reisig und Füllmaterial legt er
überwiegend auf vom Menschen errichteten Unterlagen wie Hausdächern und Schornsteinen an.
Von dort macht er sich auch mit lauten Schnabelklappern bemerkbar.

Die gewaltigen Nester werden oft über Jahrzehnte genutzt.
Weißstörche leben in einer Saison-Ehe. Sie treffen sich jedes Jahr im Frühjahr wieder an ihrem Horst,
den sie vor jedem "Einzug" reinigen und wenn nötig ausbessern. Wo Störche noch in größerer Zahl vorkommen,
brüten sie meist in Kolonien. Weißstörche sind im Alter von 3 bis 4 Jahren geschlechtsreif.
Nach der Paarung, die im Nest stattfindet,
werden 3 bis 5 Eier gelegt. Diese sind doppelt so groß wie Hühnereier.
In den ersten 3 Wochen nach dem Schlupf bleibt ein Elternteil ständig im Nest, um die empfindlichen Kücken vor der Witterung
zu schützen.
Die Jungen wachsen schnell, bereits nach 7 Wochen sind sie so groß wie ihre Eltern und unterscheiden sich nur
noch
durch ihren schwarzen Schnabel und die schwarzen Beine von den ausgewachsenen Störchen.
Jetzt beginnen auch die ersten Flugversuche. Mit 8 bis 9 Wochen sind die Jungen dann flügge.
Gefüttert werden sie bis zum 3. Lebensmonat und brechen kurz vor den Altvögeln ins Winterquartier auf 
 
Weißstörche ziehen auf zwei unterschiedlichen Routen in ihre Winterquartiere.
Eine durch Sachsen verlaufende Zugscheide teilt die sächsiche Weißstorchpopulation in
Westzieher und Ostzieher. Der Großteil der Vögel zieht über Osteuropa in die Türkei, überquert den Bosporus und gelangt über
Israel sowie den Golf von Suez nach Ägypten. Hier folgen die Vögel dem Niltal und legen
schließlich in den Halbwüsten und
Savannen des Sudans eine mehrwöchige Rast ein.
Von dort aus führt ihre Reise weiter nach Ost- und Südafrika.
Die Westzieher hingegen schlagen eine Route über Frankreich und
Spanien ein, überqueren die Straße von Gibraltar und
überwintern dann in Westafrika.
Unmittelbar nach ihrer Rückkehr aus dem Winterquartier besetzen die Männchen nach teilweise
heftigen Auseinandersetzungen mit Rivalen
ihre Nester vom Vorjahr.
Wenige Tage später treffen die Weibchen ein. Sie werden dann mit lang anhaltenden Geklapper willkommen geheißen.
Dazu wirft das Männchen den Kopf weit nach oben und beginnt beide Schnabelhälften aufeinanderzuschlagen.

Beim Klappern wird der Schwanz aufgerichtet, die Flügel werden gelüftet, dazu hängen sie leicht herunter. das Weibchen
antwortet gleichermaßen.
Während die meisten Störche auf den Nestern "Hochzeit" halten, ziehen andere weiter in kleinen
Trupps umher.
Das sind die sogenannten Junggesellen, die zwar schon geschlechtsreif, aber noch nicht alt genug für eine
Familiengründung sind.
Die meisten Störche brüten erst im Alter von 4 bis 5 Jahren. Interessant ist auch, dass die Weißstörche
vor ihrem 3. Lebensjahr in ihren
Winterquartieren bleiben oder an ihren Zugrouten entlang vagabundieren.

Klaus Döge

Storchennest Otterwisch qr code

Gäste: Heute 14 , Gestern 140 , Woche 287 , Monat 3319 , Insgesamt 476313

Aktuell sind 82 Gäste und keine Mitglieder online

Mittwoch, November 22, 2017